Gleichgeschlechtliche Lebensweisen

Lesbische und schwule Jugendliche

Für lesbische und schwule Jugendliche ist das Coming-Out vor Eltern, Familie und Freundeskreis häufig mit tiefgreifenden Konflikten verbunden. Das Fehlen von positiven Identifikationsangeboten in ihrem heterosexuell geprägten unmittelbaren Lebensumfeld führt in vielen Fällen zu einer Selbstisolation der jungen Lesben und Schwulen. Folge ist neben der persönlichen Verunsicherung oft eine Entfremdung von den nächsten Bezugspersonen in der Familie und im Freundeskreis.

Lesbische und schwule Jugendgruppen und Jugend-/Familienberatungsstellen sind in dieser Situation wichtige Anlaufpunkte, da hier eine Aufhebung der Isolation erfahren wird. Ebenso wichtig ist es allerdings, dass im schulischen Umfeld, das neben Freundeskreis/peer-group und Familie die wichtigste Instanz in der Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen darstellt, Gegenakzente zur Diskriminierung von Lesben und Schwulen gesetzt werden. Dies beginnt im Bereich der Sexualerziehung und setzt sich über die schulpsychologische Betreuung und die schulische Sozialarbeit fort. Auch der freien Jugendarbeit kommt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle zu.

Durch Veranstaltungen und Fachgespräche versucht das Referat Multiplikator_innen aus dem pädagogischen Bereich für die besondere Situation von Lesben und Schwulen zu sensibilisieren und auf eine Weiterqualifikation der Pädagog_innen, Berater_innen und anderen im Jugendbereich tätigen Berufsgruppen zu dringen.

Jugendzentrum KUSS41 in Frankfurt

Mädchenarbeit im LIBS

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